LED Lichtband FAQ und Anschluß
LED-Lichtband anschließen an ein externes Steuergerät – inkl. Netzteil richtig auswählen
Das Anschließen eines LED-Lichtbands an ein externes Steuergerät und die Wahl des passenden Netzteils ist ein entscheidender Schritt für eine sichere, effiziente und langlebige Beleuchtungslösung. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du dein LED-Lichtband fachgerecht verkabelst, worauf du bei der Auswahl eines Netzteils achten solltest und welche Unterschiede es bei den Anschlussarten gibt – von einfarbigen LEDs bis zu komplexen RGBCCT-Systemen.
Anschluss eines LED-Lichtbands an ein Steuergerät
Um ein LED-Lichtband über ein externes Steuergerät (z. B. Funk-Controller, ZigBee, DALI, DMX oder WLAN-gesteuerte Controller) zu steuern, gehst du wie folgt vor:
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Lichtband vorbereiten: Isoliere ggf. die Enden des LED-Streifens. Achte auf korrekte Polarität.
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Controller anschließen: Verbinde die LED-Leitungen entsprechend der Beschriftung (z. B. +12V, GND, R, G, B, W, CCT etc.) mit dem Ausgang des Controllers.
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Netzteil verbinden: Schließe das passende Netzteil am Eingang des Controllers an (Achte auf die korrekte Spannung und ausreichende Leistung in Watt bzw. Ampere).
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Netzteil mit Stromversorgung verbinden: Abschließend wird das Netzteil mit dem 230V-Stromnetz verbunden.
Tipp: Verwende immer passende Klemmen oder Lötverbindungen für stabile und sichere Kontakte. Achte auf Schutzart (IP-Schutz), insbesondere im Außen- oder Feuchtraumbereich.
Passendes Netzteil für LED-Lichtband wählen
Ein Netzteil muss die richtige Ausgangsspannung (meist 12V oder 24V DC) und genügend Leistung (Watt) liefern. Die Leistung berechnet sich wie folgt:
Gesamtleistung = Länge des LED-Bands × Leistung pro Meter + ca. Puffer
Beispiel:
LED-Band: 5 m, 12 W/m → 5 × 12 = 60 W → empfohlen: >60W also zum bsp. die 75W Variante
Wichtige Kriterien:
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Spannung: Muss exakt zur LED-Spannung passen (z. B. 24V LED → 24V Netzteil)
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Leistung: Immer mit Puffer kalkulieren bzw. nächst größere Variante
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Anschlussart: Hohlstecker, Schraubklemmen oder offene Leitungen
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Schutzklasse: IP-Schutz bei Feuchträumen oder Außenbereich notwendig
Verschiedene Anschlussarten von LED-Lichtbändern
Die Art des LED-Bands bestimmt, wie viele Kontakte vorhanden sind und wie die Steuerung erfolgt:
1. Einfarbig (Mono / Single Color)
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Anschluss: 2-polig (Plus V+ und Minus V-)
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Steuerung: Dimmer/Triac Netzteil oder einfacher Schalter (AN/AUS)
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Spannung: 12V / 24V / 48VDC
2. CCT (Tunable White)
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Anschluss: 3-polig (+, Warmweiß, Kaltweiß)
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Steuerung: Steuergerät mit CCT-Funktion (z. B. ZigBee, RF, DALI)
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Vorteil: Farbtemperatur flexibel zwischen warmweiß und kaltweiß einstellbar
3. RGB
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Anschluss: 4-polig (+, R, G, B)
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Steuerung: Controller erzeugt Mischfarben, Weißton durch mischen von RGB
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Anwendung: Dekobeleuchtung, Akzentlicht
4. RGBW
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Anschluss: 5-polig (+, R, G, B, W)
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Vorteil: Zusätzlich reines Weißlicht neben Farbmischung
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Anwendung: Ambientebeleuchtung + Nutzlicht
5. RGBCCT
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Anschluss: 6-polig (+, R, G, B, WW, CW)
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Steuerung: Für Farbwechsel UND variable Weißtöne
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vielseitigste Variante
Einseitige vs. beidseitige Stromeinspeisung bei LED-Lichtbändern – einfach erklärt
Einseitige Einspeisung
Bei der einseitigen Stromeinspeisung wird das LED-Lichtband nur an einem Ende mit Strom versorgt. Das ist der Standard bei 12 V- und 24 V-LED-Streifen und funktioniert in der Praxis bis ca. 5 m Länge zuverlässig.
Warum nur 5 m?
Je länger das Band, desto größer der Spannungsabfall auf den Leiterbahnen.
Das führt zu:
- sichtbar dunkleren LEDs am Bandende
- Farbabweichungen (vor allem bei RGB/RGBW)
- ungleichmäßiger Helligkeit
- höherer thermischer Belastung am Anfang des Bands
Darum sind klassische 12 V/24 V-LED-Bänder meist auf 5 m Rollen begrenzt und nur einseitig einspeisbar spezifiziert.
Beidseitige Einspeisung
Bei der beidseitigen Einspeisung wird das LED-Band an beiden Enden mit Strom versorgt (oder zusätzlich in der Mitte).
Wann ist das notwendig?
- bei längeren Strecken über 5 m
- bei hoher Leistungsaufnahme pro Meter
- wenn eine gleichmäßige Helligkeit über die gesamte Länge gefordert ist
Vorteile:
- geringerer Spannungsabfall
- konstante Helligkeit über die komplette Länge
- weniger Erwärmung der Leiterbahnen
- höhere Betriebssicherheit
Kurz gesagt: Der Strom fließt von zwei Seiten, die Belastung verteilt sich.
Besonderheit: 48 V-LED-Lichtbänder (15 m und mehr einseitig einspeisbar)
LED-Lichtbänder auf 48 V-Basis sind technisch klar im Vorteil, wenn lange Strecken realisiert werden sollen.
Warum?
- Höhere Spannung = geringerer Strom bei gleicher Leistung
- Geringerer Strom = deutlich weniger Spannungsabfall
- Weniger Verluste auf den Leiterbahnen
Ergebnis:
- 15 m, 20 m oder mehr sind einseitig einspeisbar
- gleichmäßige Helligkeit über die gesamte Länge
- weniger Einspeisepunkte
- einfachere Verkabelung
Ideal für Architektur-, Gewerbe- und Objektbeleuchtung
Häufige Fragen (FAQ)
Wie schließe ich ein LED-Lichtband korrekt an?
Du verbindest das LED-Band mit dem passenden Ausgang des Steuergeräts, das wiederum mit dem Netzteil verbunden wird. Die Spannung muss stimmen, die Leistung ausreichen.
Entprechend dem Schaltplan des Steuergerätes.
Was passiert, wenn das Netzteil zu schwach ist?
Ein zu schwaches Netzteil kann überhitzen, sich abschalten oder das LED-Band flackert bzw. leuchtet nicht vollständig.
Woran erkenne ich die richtige Spannung?
Sie ist auf dem LED-Band selbst oder in den technischen Daten angegeben. Häufige Werte: 12V oder 24V DC.
Kann ich LED-Streifen kürzen oder verlängern?
Ja, LED-Bänder haben markierte Schnittstellen. Beim Verlängern auf ausreichende Stromversorgung und Spannungsabfall achten. Bei "CUT FREE" Lichtbändern kann individuell geschnitten werden.
Was ist der Unterschied zwischen RGB und RGBCCT?
RGB erzeugt Farben aus Rot, Grün und Blau. RGBCCT bietet zusätzlich zwei Weißtöne (Warmweiß und Kaltweiß) – ideal für vielseitige Anwendungen.
Kann ich mehrere LED-Bänder an ein Netzteil anschließen?
Ja, solange die Gesamtleistung nicht die Maximalleistung des Netzteils überschreitet.
Wie steuere ich LED-Bänder per App?
Verwende ein smartes Steuergerät (z. B. ZigBee-Controller, WLAN-Controller), das mit deiner App oder Smart-Home-Plattform kompatibel ist.